Fezovia

Start / Planung & Fahrpraxis

Was für die Schlaufe wirklich wichtig ist

Von der Vignettenpflicht bis zur richtigen Jahreszeit für den Brünigpass — die praktischen Punkte, die vor der Abfahrt geklärt sein sollten.

Eine aufgeschlagene Strassenkarte der Schweiz auf dem Beifahrersitz eines Autos, daneben eine Autobahnvignette

Die Vignette

Wer auf Schweizer Autobahnen fährt, braucht eine Vignette — für die gesamte Schlaufe unumgänglich, da alle vier Etappen zumindest teilweise über Autobahnabschnitte führen. Die Vignette kostet CHF 40 und gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres (die 2026er-Vignette also bis Ende Januar 2027). Seit 2023 gibt es neben der klassischen Klebevignette auch eine E-Vignette, die vorab online über das offizielle Portal e-vignette.ch gekauft und ans Kontrollschild gebunden wird — für ausländische Einreisende inzwischen die gängigere Variante. Wer lieber eine Klebevignette möchte: Sie ist an Tankstellen nahe der Grenze in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien sowie an Schweizer Zollstellen, Tankstellen und Poststellen erhältlich.

Mietwagen

Grössere Mietwagenstationen gibt es in allen vier Etappenorten; wer am Flughafen Zürich startet, hat die grösste Auswahl. Für die Fahrt über den Brünigpass und durchs Saanenland lohnt sich ein Fahrzeug mit etwas mehr Motorleistung als ein reines Stadtauto — beide Abschnitte sind kurvenreich, aber ganzjährig mit Sommerreifen befahrbar. Bei einer Rückgabe an einem anderen Ort als dem Abholort (z. B. Abholung in Zürich, Rückgabe in Genf) verlangen die meisten Anbieter eine zusätzliche Einweggebühr — für eine geschlossene Schlaufe zurück zum Startort entfällt diese in der Regel.

Treibstoff und Laden

Tankstellen sind entlang aller vier Etappen dicht verteilt, auch in den touristischen Bergregionen. Das Ladenetz für Elektrofahrzeuge ist in den grösseren Orten (Zürich, Luzern, Interlaken, Montreux) gut ausgebaut, wird aber auf den Passstrecken selbst dünner — auf der Fahrt über den Brünig oder durchs Saanenland empfiehlt sich ein Zwischenstopp zum Laden in einem der Talorte, nicht erst auf der Passhöhe.

Verkehrsregeln

Innerorts gilt Tempo 50, ausserorts 80, auf Autostrassen 100 und auf Autobahnen 120 km/h, sofern nicht anders signalisiert. Abblendlicht ist auch tagsüber während der ganzen Fahrt vorgeschrieben. Für Tunnel mit Gegenverkehr — auf dieser Route vor allem im Brünig-Tunnelbereich — gilt grundsätzliche Vorsicht bei engen Kurvenradien und teils schmaler Fahrbahn.

Parkieren in den Altstädten

Sowohl Zürichs als auch Luzerns Altstädte sind weitgehend blaue Zone oder für Durchgangsverkehr gesperrt. Für einen Zwischenstopp sind die bewirtschafteten Parkhäuser am Rand der jeweiligen Altstadt die verlässlichste Option, nicht die Suche nach einem freien Strassenparkplatz mitten im historischen Zentrum.

Beste Reisezeit und Pass-Bedingungen

Der Brünigpass zwischen Luzern und Interlaken bleibt, anders als viele Hochalpenpässe der Schweiz (etwa Furka, Grimsel oder Susten), ganzjährig geöffnet — im Winter kann allerdings kurzfristig Schneekettenpflicht gelten. Die gesamte Schlaufe ist damit grundsätzlich ganzjährig fahrbar, wobei die Aussicht von Mai bis Oktober am klarsten und die Bergbahnen auf Rigi und Pilatus durchgehend in Betrieb sind. Wer die Lavaux-Weinterrassen in voller herbstlicher Färbung sehen möchte, plant die letzte Etappe am besten für September oder Oktober.

Notfall unterwegs

Die allgemeine Notrufnummer in der Schweiz ist 112, die Polizei erreicht man direkt unter 117, die Feuerwehr unter 118 und den Rettungsdienst unter 144. Für Notfälle in den Bergen — etwa bei einer Wanderung ab Rigi oder Pilatus abseits der Bahnstationen — ist die Rega-Alarmzentrale unter 140 die richtige Nummer, nicht die allgemeine 112.